Der Bundesrat treibt die schrittweise Lockerung der Einschränkungen wegen des Coronavirus etwas schneller voran als noch Mitte April in Aussicht gestellt. Über eine Aufweichung des Versammlungsverbots wird er jedoch erst am 27. Mai entscheiden. Nach wie vor ist davon auszugehen, dass Gottesdienste bis am 8. Juni ausfallen. Derweil haben die Landes- und Freikirchen Schutzkonzepte erarbeitet, die eine reibungslose Wiederaufnahme des Betriebs unter Einhaltung der nötigen Sicherheitsmassnahmen gewährleisten sollen.

 

Der nächste Lockerungsschritt in der bundesrätlichen Strategie gegen das Coronavirus am 11. Mai betrifft die obligatorischen Schulen, Läden, Museen, Bibliotheken, Sporttrainings und die Gastronomie. Das Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen bleibt jedoch über dieses Datum hinaus bestehen; über eine allfällige Lockerung – und explizit auch über die Durchführung von Gottesdiensten – wird der Bundesrat nach einer Neubeurteilung der Situation am 27. Mai entscheiden. Gottesdienstliche Zusammenkünfte sind damit vorerst weiterhin untersagt. Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen sind sogar bis Ende August nicht erlaubt.

 

Um bereit zu sein, sobald Versammlungen wieder möglich sein werden, haben die Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES, der Verband Freikirchen Schweiz VFG wie auch die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS eine ganzheitliche Strategie für die Lockerung der Massnahmen in den Kirchen erarbeitet. Damit soll gegenüber dem Bund aufgezeigt werden, wie unter Einhaltung der nach wie vor geltenden Massnahmen das kirchliche Leben wieder normalisiert werden kann.

 

Die beiden inhaltlich ähnlichen und im gegenseitigen Austausch entstandenen Konzepte des VFG einerseits und der EKS andererseits werden den Kirchen und Gemeinden demnächst auch auf der SEA-Webseite zum Coronavirus zur Verfügung stehen. Sie können an die lokalen Verhältnisse angepasst werden, sofern ihr Sinngehalt und die Weisungen des Bundesamts für Gesundheit respektiert werden, und ermöglichen, so bald wie möglich regelkonform und risikoarm wieder Veranstaltungen durchzuführen.