Ralph Kunz, Professor für praktische Theologie an der Universität Zürich

Die Landeskirche wird «älter – kleiner – ärmer»: von aussen gesehen eine realistische Sicht. Um die andere Sicht, die innere Dynamik ging es an der Tagung «jünger – grösser – reicher» des Landeskirchen-Forums. Die SEA-Arbeitsgemeinschaft lud ein, über Kennzeichen einer zukunftsfähigen Gemeinde-Entwicklung zu diskutieren.

 

Wann ist eine Kirche lebendig? Soll sie sich an gesellschaftliche Trends anpassen? Ralph Kunz, Professor für praktische Theologie an der Universität Zürich, gab hilfreiche Hinweise für den Umbau der Kirche unter geistlichen Vorzeichen und plädierte für eine Kultur der Nachfolge. Wichtig sei zum Beispiel, zu überlegen, «wer wir als Kirche sind, warum wir Kirche bleiben und wie wir Gemeinden gründen, aufbauen und stärken wollen», und man müsse sich fragen, «ob das Leben der Kirche Christus ähnlicher wird». Schliesslich sei die Gemeinde da, um Gott anzubeten und neue Jünger von Jesus Christus hervorzubringen.

 

Wilfried Bührer, Pfarrer und Thurgauer Kirchenratspräsident, sprach über die Visionen und Perspektiven für die Evangelische Landeskirche im Kanton Thurgau und ermutigte dazu, Schritte zu einem Mentalitätswechsel zu machen und Diakonie zusammen mit Mission neu zu denken. «Wir sind nicht einfach in Verlängerung des Staates eine Organisation, die auch noch etwas Gutes tut.»

 

Am Nachmittag hörten die rund 100 Teilnehmenden im Bibellabor auf Texte aus den Evangelien. Dann berichteten Pfarrer Paul Wellauer und drei engagierte Gemeindeglieder, was sie in der Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil bewegt, wie die Gemeinde wurde, was sie ist, und was sie übt, um sich weiter zu entwickeln.

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Ausführlicher Tagungsbericht «Rückenwind für die Gemeinde»