Die anstehende Abstimmung über die «Ehe für alle» schlägt medial hohe Wellen. Auch die Schweizerische Evangelische Allianz SEA erhält verschiedentlich Gelegenheit, ihre Stimme in die öffentliche Diskussion einzubringen. So konnte der SEA-Generalsekretär Marc Jost unter anderem in den Sendungen «Club» und «Forum» von SRF sowie bei «20 Minuten» erklären, weshalb die SEA aus evangelischer Sicht für ein Nein zu dieser Vorlage eintritt.

 

In der Diskussionssendung «Club» des Schweizer Fernsehens vertrat Marc Jost zusammen mit Nationalrätin Verena Herzog und Bischof Joseph Maria Bonnemain die Argumente, die gegen die Vorlage sprechen. Er wies darauf hin, dass aus Sicht der SEA durch die «Ehe für alle» primär das Wohl und die Rechte der Kinder tangiert sind: «Die Ausweitung der Samenspende und der Adoptionsrechte stellt den Kinderwunsch von Erwachsenen über die Interessen und das Wohl der Kinder.»

 

Es könne für ein Kind ein Risiko sein, ohne Vater oder ohne Mutter aufzuwachsen, das nicht ohne Not in Kauf zu nehmen sei um der Selbstverwirklichung von Erwachsenen willen. Denn, so gab Marc weiter zu bedenken: «Zu Recht wird viel Wert darauf gelegt, dass in der Unternehmensführung oder an Schulen beide Geschlechter vertreten sind, weil man weiss, dass dies ein Mehrwert ist. Das gilt auch für Familien und Kinder.»

SEA-Generalsekretär Marc Jost: «Auch homosexuelle Personen können gute Eltern sein, aber eine Frau kann dem Kind nicht den Vater ersetzen.»
SEA-Generalsekretär Marc Jost: «Auch für die Familie und das Kind ist Geschlechterdiversität ein Mehrwert.»
 

Weitere Informationen

Dossier «Ehe für alle»