Thun - Sektion des Monats Februar 2011

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Sektion Thun - eine Allianz als Leuchtturm

15'000 Besuche verzeichnete die gut einwöchige Veranstaltungsreihe „ProChrist“ der Evangelischen Allianz Region Thun (EARTH) in der Expo-Halle. Unter dem Motto „Zweifeln und Staunen – Weil das Leben Fragen stellt.“ gestalteten verschiedene Musiker und Künstler den Rahmen für die folgenden Interviews und Vorträge. Pfarrer Ulrich Parzany predigte und lud jeden Abend jene Menschen zu einem Lichtkreuz nach vorne, welche sich mit Gott versöhnen und ihr Leben von nun an mit Jesus Christus gestalten wollten. Die Veranstaltungsreihe hat die Region Thun und nicht zuletzt die beteiligten Gemeinden bewegt.

Sektionspräsident Thun - Meinrad Schicker
Meinrad Schicker, du bist Präsident der EARTH. Nach 2008 habt ihr erneut eine Veranstaltungsreihe mit Ulrich Parzany lanciert. Was hat euch zu diesem Schritt bewegt?

MS: Grundsätzlich haben wir die Veranstaltung im 2008 gut erlebt. Wir wurden als Volk Gottes geeint und haben gemerkt: wir können in unserer Region etwas bewegen, auch wenn wir uns noch mehr sichtbare Resultate erhofft hätten. Vor 1 ½  Jahren standen wir als Leiter der Evangelischen Allianz Thun vor der Frage: Was machen wir nun als Region? Wollen wir alle 10-15 Jahre eine Veranstaltung machen? Wagen wir es dranzubleiben, das Evangelium öffentlich zu machen in einer Zeit, wo der Glaube privatisiert wird?
Hilfreich für den Entschluss, das Wagnis wieder einzugehen war bestimmt auch der Referent Ulrich Parzany, der bekannt war und mit dessen klaren Botschaften sich die Gemeinde- und Werksverantwortlichen identifizieren konnten.


Wie sah der Weg zur Veranstaltungsreihe aus? Gab es Highlights oder Schwierigkeiten?

MS: Ein besonderes Highlight war für mich der erste Mitarbeiterabend. 200 Menschen aus verschiedenen Gemeinden kamen zusammen, weil sie wussten: hier müssen wir zusammenstehen. Das kann keine Gemeinde allein. In der Atmosphäre dieses Abends war spürbar: Wir sind miteinander Leib von Jesus.
Schwieriger war das Thema Finanzen. Die 100‘000 Fr. Sockelbeitrag zum Budget aus den beteiligten Gemeinden und Werken gab in manchen Vorständen einiges zu reden. Für mich war es insgesamt wichtig, dass nicht nur das Gesamtbudget von 250‘000 Fr. gedeckt sein würde, sondern dass darüber hinaus ein Betrag zusammenkommt, den wir in die Zukunft investieren können. Als Leitungsteam sind wir überzeugt, dass wir auch in der nächsten Zeit solche gemeinsamen Grossanlässe brauchen. Wir haben darum an der Schlussveranstaltung einen Leuchtturm aufgebaut, als Zeichen dafür, dass das Licht des Evangeliums auch in Zukunft die dunklen Gebiete der Gesellschaft erleuchten soll.

Was hat die Veranstaltungsreihe in den Gemeinden ausgelöst?

MS: Menschen kamen zum Glauben. Das hat ermutigt. Die nach der Evangelisation angebotenen Glaubenskurse in den Gemeinden wurden teils von wenigen, teils von einer beträchtlichen Anzahl Menschen besucht. Den wichtigsten Ertrag sehe ich allerdings darin, dass der Mut gewachsen ist, das Evangelium öffentlich zu machen. Man konnte zu den Veranstaltungen einladen, ohne dabei rot zu werden. Der Glaube an Jesus gehört in Thun und Umgebung zu den Themen, die ins Bewusstsein der Menschen eingedrungen sind.