Sexualethische, Beziehungs- und Gender-Fragen bewegen – das beweisen aktuell beispielsweise die gesellschaftspolitischen Debatten über die Ehe für alle und die Erweiterung der Rassismus-Strafnorm um die sexuelle Orientierung. Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit, in Workshops konkrete ethische Dilemmas auf der Grundlage der Bibel zu reflektieren.

 

Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA hat zusammen mit Gemeindeverbänden ein Orientierungspapier zuhanden ihrer Mitglieder zum Umgang mit Beziehung, Sexualität und Gender-Fragen erarbeitet, das nun in Workshops mit interessierten Vertretern von Gemeinden und Organisationen vertieft werden soll. Es weist auf die Richtung angemessener Reaktionen auf die Herausforderungen unserer Zeit hin und umfasst biblisch-theologische Einschätzungen ebenso wie gemeindepraktische Empfehlungen. Damit will das Papier zu einer positiven statt problemorientierten Herangehensweise ermutigen, die aktiv gelingende Beziehungen und eine darin eingebundene gelingende Sexualität ins Zentrum rückt.

 

Dabei hält die SEA nach bestem Wissen und Gewissen an einer biblisch-konservativen Perspektive fest. Diese repräsentiert zwar in der westlichen, auf die persönliche Lebens- und Lustoptimierung ausgerichteten Gesellschaft eine Minderheitsposition. Innerhalb der globalen Christenheit bewegt sie sich aber nach wie vor in einem ökumenischen Konsens, obwohl auch Christen durchaus unterschiedliche Verständnisse etwa von der Ehe und der Sexualität haben. Vor diesem Hintergrund erhebt das Orientierungspapier nicht den Anspruch, einzelne Lehrfragen oder sexualethische Konflikte quasi letztinstanzlich zu klären. Vielmehr erachtet es die SEA als zentral, über Themen, in denen unterschiedliche Auffassungen existieren, konstruktiv miteinander im Gespräch zu sein.

 

Deshalb organisiert die SEA im Verlauf dieses Jahres mehrere Workshops mit Fachpersonen, in deren Rahmen Gemeinden und christliche Organisationen die Gelegenheit erhalten, ihre konkreten ethischen Dilemmas zu präsentieren, diskutieren und reflektieren. Dabei wird das Orientierungspapier einem Praxistest unterzogen, bei Bedarf ergänzt sowie die eigene Reflexions- und Sprachfähigkeit in diesen Themen gefördert. An einer Teilnahme interessierte Mitarbeitende von Kirchen und Werken sind gebeten, bis Ende April das Online-Formular auszufüllen.

Gerne melde ich mein Interesse an einem Workshop zum Umgang mit Beziehung, Sexualität und Gender-Fragen an:
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