Flüchtlingen ein Gesicht geben – mit diesem Ziel hat die Schweizerische Evangelische Allianz SEA mit verschiedenen Partnerorganisationen breit aufgerufen, zum Flüchtlingssonntag am 16. Juni Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Kulturen zu fördern. Der Wettbewerb #GivingAFace in den sozialen Medien hat solche Begegnungen zwischen Einheimischen und Migranten sichtbar gemacht; einige der geposteten Bilder und Geschichten wurden nun prämiert.

 

Vielerorts haben Kirchen und Gemeinden zum Flüchtlingssonntag im und rund um den Gottesdienst mit diversen Aktivitäten geflüchteten Menschen, die unter uns leben, ein Gesicht gegeben und Wertschätzung entgegengebracht. Die SEA hat mit den Partnern Orphan Sunday, Love Europe App und Heilsarmee im Vorfeld die Kampagne #GivingAFace in den sozialen Medien lanciert, um dieses Ziel öffentlichkeitswirksam zu unterstützen.

 

Unter allen auf Instagram, Facebook und/oder Twitter geposteten Selfies mit dem Hashtag #GivingAFace hat eine Jury die besten Bilder und Geschichten auserkoren. Die Hauptpreise – Tickets für ein Fussball-EM-Qualifikationsspiel, ein Essen mit EVP-Nationalrat Nik Gugger sowie ein Trainingsbesuch mit Autogrammstunde bei der ersten Mannschaft der YB-Frauen – haben sich Dän mit Jesiban und Jeluxan, Gabriela mit Selamawit sowie die Organisation Gemeinsam Znacht mit einer schweizerisch-afghanischen Begegnung gesichert. Dank weiteren Preissponsoren erhalten auch alle anderen Wettbewerbsteilnehmer entweder eine aus recyclierten Werbebannern von Flüchtlingen hergestellte Tasche von HandsOn der Heilsarmee, das Buch «Wir wollen leben – Flüchtlinge erzählen: 15 ergreifende Erfahrungsberichte» von StopArmut oder den Film «More than Chocolate and Cheese» von Campus für Christus.

 

Die beschränkte Teilnahmebereitschaft hat gezeigt, dass wohl die Hemmschwelle häufig zu gross ist, öffentlich von persönlichen Begegnungen und Geschichten zu erzählen. Doch hat die Kampagne auch dann eine positive Wirkung erzielt, wenn sie da und dort zum Nachdenken über das eigene Verhältnis zu Menschen aus anderen Kulturen angeregt hat. Erfreulich ist zudem, dass sich die Evangelische Allianz Portugal der Kampagne zum Flüchtlingssonntag angeschlossen und unter #DarACara verbreitet hat.