5800 junge Menschen haben am PraiseCamp18 gemeinsam sechs Tage zum Thema «PRAY – Wie im Himmel so auf Erden» verbracht. Die SEA Jugendallianz und die anderen Veranstalter bezeichnen das Camp als vollen Erfolg und gehen von einer erneuten Durchführung in zwei Jahren aus.

 

Ein schlichtes Kreuz steht in der Mitte der knapp 6000 jungen Menschen. Brot und Traubensaft werden weitergereicht. Es ist ruhig. Menschen beten miteinander. Am Abend des 30. Dezember feierten alle gemeinsam das Abendmahl. Für Andi Bachmann-Roth, den SEA-Jugendbeauftragten, war dies der bewegendste Moment des PraiseCamps. «Wenn wir einander am Tisch von Jesus begegnen, ist es nicht mehr wichtig, aus welcher Kirche du kommst», sagt er. Gerade wegen der gelebten Einheit engagiert sich die SEA für das PraiseCamp. Neben Andi Bachmann-Roth, der im Leitungsteam mitwirkte, waren auch der SEA-Generalsekretär Matthias Spiess (Leitertrack) und die Jugendmitarbeiterin Mirjam Braunschweiler (App) involviert. Besonders beeindruckt sind sie von der friedlichen Stimmung und der Ordnung im Camp. Wo so viele junge Menschen beisammen sind, kommt es normalerweise zu Konflikten und Abfallbergen. Beides suchte man im PraiseCamp vergeblich. Ein eindrückliches Zeichen für die transformierende Kraft des christlichen Glaubens.

 

Gemäss Daniel Stähli, dem PraiseCamp-Medienverantwortlichen, bestätigen die Feedbacks diverser Teilnehmender und Mitarbeitender die positive Bilanz der Veranstalter. «Ich war das erste Mal am PraiseCamp und fand es super toll! Ich wurde tief berührt und bin in meiner Beziehung zu Gott enorm weitergekommen», berichtet Jasmin (19) aus Wil. Judith Schweizer, Mitgestalterin der neun als Ruhe- und Rückzugsorte gestalteten Gebetsräume, sagt: «Viele junge Menschen haben sich in den so genannten Rooms vom morgens früh bis kurz vor Mitternacht zum Gebet oder zum Bibellesen zurückgezogen. Besonders schön war, dass sie bei Bedarf auch gleich vor Ort von Seelsorge-Angeboten Gebrauch machen konnten.»

 

Mehrfach nachhaltige Wirkung
Stähli schreibt weiter, dass der unter dem Motto «ActNow» (Handle jetzt!) laufende Secondhand-Shop, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebrauchte Kleider abgeben konnten, sich einer grossen Beliebtheit erfreute. Insgesamt konnten über den Verkauf der Kleider und andere ActNow-Initiativen am Camp rund CHF 90’000.- für 13 soziale und karitative Projekte im In- und Ausland gesammelt werden. Neben dem sozialen Aspekt legten die Organisatoren auch grossen Wert auf die ökologische Nachhaltigkeit. So reisten die meisten Teilnehmenden mit Extrazügen oder in Cars an und ein Recycling-Konzept sorgte für die grösstmögliche Reduktion nicht wiederverwertbarer Abfälle.

 

Ein besonderes Augenmerk legten die Veranstalter bei dieser Durchführung schliesslich auf die inhaltliche Nachhaltigkeit. Der Camp-Hauptverantwortliche Peter Reusser dazu: «Mein grösster Wunsch ist, dass die Teilnehmer in ihrem Alltag in jeder Lebenslage im Kontakt mit Gott – im Gebet – unterwegs sind.» Dies soll dank der über 300 lokalen Gruppen, in denen die jungen Menschen am PraiseCamp teilgenommen haben, in den lokalen Kirchgemeinden geschehen. Sie werden dabei durch die offizielle Camp-App unterstützt, die ihnen 14 Impulse für die individuelle Nacharbeit anbietet.

 

Gebetsbewegung junger Schweizer Christen gestartet
Reusser zu einem weiteren Ziel der Nacharbeit: «Es soll eine lebendige Gebetsbewegung unter jungen Menschen entstehen, die sichtbare Auswirkungen in ihren Familien, ihren Schulklassen, ihren Kirchgemeinden und darüber hinaus hat.» Dafür wurde am PraiseCamp die Gebetsinitiative «PRAY19» lanciert, die von der Jugendallianz mitgetragen wird und beabsichtigt, dass 2019 schweizweit das ganze Jahr nonstop Menschen beten. Nach den zahlreichen Einschreibungen während des Camps kann bereits jetzt davon ausgegangen werden, dass dieses Ziel erreicht werden wird.

 

Breite Trägerschaft
Das PraiseCamp wurde wie in den vergangenen Jahren von den vier Organisationen Bibellesebund, Campus für Christus, King’s Kids und SEA Jugendallianz veranstaltet. Eine breite Trägerschaft mit über 40 Organisationen aus ganz unterschiedlichen kirchlichen Hintergründen stand hinter dem Anlass.