Basel - Sektion der Monate April/Mai 2012

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«Zämme für Basel» – wie eine Allianz-Sektion ihre Stadt erreicht

Interview mit Edi Pestalozzi, Präsident der EA Basel (von Thomas Beerle)

Edi Pestalozzi, wenn man die Homepage der Evangelischen Allianz Basel (www.ea-bs.ch)  überfliegt, gerät man ins Staunen – was die in Basel alles miteinander machen! Da gibt es ein Gebetshaus für alle Gemeinden, ein kreatives Netzwerk Evangelisation, verschiedenste Projekte, wo man als Gemeinde oder auch als Einzelperson mitmachen kann. Wo würdest du einen Christen, der neu ist in Basel, im Moment hinschicken, um den Pulsschlag eures Miteinanders zu spüren?

EP: Ich würde ihn auf die Stadtkarte auf unserer Internetseite verweisen. Dort sind alle Allianz-Gemeinden und Werke eingetragen. Und sie/er kommt, wenn er eine Gemeinde anklickt, gleich auf deren eigene Homepage. Zweitens lade ich ihn ins Gebetshaus ein. Dort kommt sie oder er mit Geschwistern aus bis zu dreissig Gemeinden in Kontakt.

Die Menge der Projekte in der Evangelischen Allianz Basel ist beeindruckend – wie sind sie entstanden?

EP: Die Projekte werden themenmässig in Foren gegliedert. In diesen Foren können Gemeinden und Einzelne ihre Projekte einschreiben und Verbündete suchen. Wir haben eingesehen, dass z.B. nicht jede Gemeinde Strassenevangelisationen durchführen muss, dass wir so etwas «zämme» aufgleisen.

Was ist eure Gesamtvision? Wie fliessen die vielen Initiativen und Aktivitäten für die Stadt zusammen?

EP:Unsere Gesamtvision: Jede/r kann mit seiner Gabe mitwirken. Wir freuen uns, «zämme» das Reich Gottes in unserer Stadt zu fördern.

Kannst du etwas über euren bisherigen Weg als Allianz sagen, der euch zu dem Punkt hin geführt hat, wo ihr jetzt steht? Wo habt ihr besonders Gottes Führung erlebt, wo war der Prozess eher schwierig?

EP: Ein wesentlicher Prozess ist das regelmässige, zirka alle sechs Wochen stattfindende Leitertreffen möglichst aller Leitenden der Region. Diese Treffen sind wenig strategisch. Hier wird geworshipt, ein kurzer Input verdaut, Kaffee getrunken und füreinander gebetet. Die Strategische Leitung ist die Aufgabe des Allianz-Vorstandes. «Zämme» unterwegs sein braucht immer auch Geduld und Fingerspitzengefühl.

So viele verschiedene Projekte brauchen viele Ressourcen. Fehlen diese Ressourcen am Schluss den Gemeinden?

EP: Es sind meistens keine Allianz-Projekte, die Geld schlucken. Es sind Gemeinde-Projekte, an denen Geschwister aus anderen Gemeinden mitwirken können. Dieser Austausch von Mitarbeitenden bedingt Vertrauen. Es fördert aber auch Vertrauen.

Was liegt dir besonders am Herzen in Bezug auf die Evangelische Allianz Basel?

EP: Die Migrationskirchen! Viele Menschen mit Migrationshintergrund sind Christen. Ich möchte mit diesen oft despektierlich behandelten Menschen Beziehungen auf Augenhöhe aufbauen. In Christen mit Migrationshintergrund steckt ein grosses Potenzial. Sie leben gezwungenermassen in zwei Kulturen.  Darum sind sie auch potenzielle Brückenbauer. Diesen Schatz möchte ich heben helfen. Die Zukunft der Allianz Basel wird multinational und multikulturell sein.

Herzlichen Dank, Edi Pestalozzi, für die ermutigende Perspektive aus Basel!